Autor Thema: 2 Chemie-Fragen  (Gelesen 2259 mal)

Martin Lemke

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2 Chemie-Fragen
« am: 2015-07-11 22:13:32 »
1) Ich habe festgestellt, dass Salzlösung die bessere Fangflüssigkeit für Bodenfallen ist. a) es stinkt nicht so wie 70% Alk nach 14 Tagen und b) es ist viel billiger

Mir wurde gesagt, das Mischungsverhältnis sei 300 g Kochsalz auf 1 l Wasser. Mir kommt das arg viel vor. So viel bekomme ich nicht gelöst; liegt das am kalkreichen Leitungswasser hier in Lübeck?

2) Gibt es ein Mittel, mittels dessen man Schneckenschleim verflüssigen kann (ein übles Bodenfallen-Problem)?

Martin
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Bastian Drolshagen

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Re: 2 Chemie-Fragen
« Antwort #1 am: 2015-07-12 18:12:48 »
hi Martin,
wenn sich das Salz nicht weiter löst hast du eine gesättigte Lösung, also genau das was du willst. Wieviel Salz man für eine gesättigte Lösung braucht liegt natürlich am Ausgangswasser. Normalerweise nimmt man ca. 300-350g/l NaCl, aber dann setzt man sie mit destilliertem Wasser an, was für deine Zwecke übertrieben wäre.
Löst das Salz nicht auch den Schneckenschleim? Da müsste man halt ausprobieren, darf es aber auch nicht übertreiben, da sonst ja alle organischen Bestandteile in der Sammelflüssigkeit auf Dauer lösen. Ich würde es mal mit ner leichten Säure versuchen - n guten Schluck Cola in die Sammelflüssigkeit.
Grüße,
        Bastian

Guido Gabriel

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Re: 2 Chemie-Fragen
« Antwort #2 am: 2015-07-12 23:05:26 »
Ich benutze seit je her gesättigte salzlösung für Bodenfallen, jedoch arbeite ich gar nicht so häufig mit Bodenfallen.

Ich war irgendwann mal auf den Bericht von

Teichmann, B. (1994): Eine wenig bekannte Koservierungsflüssigkeit für Bodenfallen, Entomologische Nachrichten38,1994/1

Teichmann schreibt, 300 gr. NaCl auf 1 l Wasser, versetzt mit Agepon (nach Gebrauchsanweisung).
Bei der Herstellunbgs der Kochsalzlösung sollte man jedoch nach Meinung von Teichmann sehr gewissenhaft vorgehen, da bei zu geringem Salzgehalt die Koservierungseigenschaft nicht mehr gegeben ist, und bei zunhohem Salzgehalt sich ein kristalliner Rand bildet, welcher die Fängigkeit stark vermindert.

Ich habe diese Formel für mich dahingehend abgewandelt, das ich anstatt Agepon ein herkömmliches Spülmittel verwendet habe, um die Oberflächenspannung des Wassers herab zu setzen. Denn einen anderen zweck erfüllt Agepon auch nicht.

LG Guido

Martin Lemke

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Re: 2 Chemie-Fragen
« Antwort #3 am: 2015-07-13 08:40:05 »
Ich nehme etwa eine halbe Packung Kochsalz, also 250g. Ich denke das reicht. Ich schütte das Salz durch einen Trichter in einer Brennspiritusflasche aus Kunststoff, anschließend gebe ich warmes Leitungswasser hinzu und alle paar Mal einen Tropfen Spülmittel. Beim Auffüllen der Fallen ist mir aufgefallen, dass bei einigen dieser Flaschen das Salz in kristalliner Form als Bodensatz vorhanden ist.

Ich lese die Fänge später ein einer weißen Schale ehemaliger fester Farbe aus und überführe die Funde in 70% Alkohol. Das ist wichtig, weil die hoch konzentrierte Salzlösung bei Kontakt mit technischen Geräten (Mikroskop!!!) zu Korrosion führt.

Ich habe gestern ein wenig im Internet gestöbert, was das Lösen von Schneckenschleim betrifft; überwiegend Kategorie Haushaltstipps. Unter anderem wurde da auch Säure genannt. Cola habe ich zuhause nicht, ich habe darum Essigessens in die Leseschale gegeben. So richtig bahnbrechend gut waren die Ergebnisse nicht, schlechter Nebeneffekt, es reizt die Augen. Vielleicht habe ich zu viel genommen. Das hat noch Tüftelpotential. Vielleicht wäre eine Spülvorrichtung sinnvoll?

Der Schleim besteht aus Zuckern und Eiweißen, las ich auf einer mehr wissenschaftlich ausgerichteten Seite.

Martin
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