Hallo Makro-Stacker und Stackerinnen,
vor einigen Wochen habe ich mir einen neuen Rechner gekauft (war lange überfällig). In diesem Zusammenhang musste ich auch Software neu installieren und nutze nun die aktuelle Version von H-Focus (bisher habe ich die unveränderte Erstinstallation von vor 4 Jahren gehabt). Die aufgefrischte Oberfläche gefällt mir gut, das Programm macht inzwischen einen recht ernsthaften Eindruck.
Eher nebenbei habe ich entdeckt, das man das Stack-Ergebnis nun auch als DNG speichern kann. Dafür muss man allerdings erst den Adobe-RAW-DNG-Konverter herunterladen (kostenlos) und installieren. Das hat Konsequenzen für den Arbeitsablauf. Nun kann ich die RAW-Dateien der Kamera direkt stacken und erhalte danach wieder eine „RAW“-Datei, die später beim Import in Photoshop wie gewohnt getuned werden kann.
Der Vorteil: Man muss nicht mehr alle Bilder eines Stapels in PS öffnen tunen und angleichen. Statt dessen hat man ein DNG mit allen Einstellmöglichkeiten und der Tiefenschärfe des gestackten Bildes.
Interessanter Weise scheint HF bei den RAW-Dateien auch größere Helligkeitsunterschiede (Blitzlicht-Schwankungen) perfekt ausgleichen zu können, was bei den TIF Dateien (alter Workflow) im Vergleich zur alten Version nicht mehr funktionierte.
Fazit: Es geht schneller und die Qualität ist besser. Wer noch nicht so arbeitet, dem/der würde ich empfehlen den Workflow umzustellen.
Zwei weitere Bemerkungen zum Programm:
Die neue „Renderingmethode C“ ist meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen. Nach anfänglicher Überraschung über die guten Ergebnisse musste ich im direkten Vergleich von Bildern, die mit der klassischen Methode B gerendert waren, feststellen, dass stellenweise die Kontraste unschön erhöht und bestimmte Details verschwunden waren. Ich habe es jetzt noch nicht mit RAW-Bildern probiert. Evtl. funktioniert es da besser.
Ich musste feststellen, dass die Grundeinstellungen der neuen Version keine Winkeltoleranz für Stackbilder (Drehen=0°) vorsehen. So kann man handgeschossene Stapel nicht zusammensetzen, weil sich das Motiv nicht nur vertikal und horizontal verschiebt, sondern meist auch etwas dreht. Hier sollte mindestens ein Wert von 2° eingestellt werden.
btw: Der neue Rechner lässt es jetzt zu, den rechenaufwändigsten Interpolationsalgorythmus (Lanczos 8 (16x16)) zu nutzen. Damit ist er nun immer noch spürbar schneller als der alte Rechner mit dem Standard-Algorythmus (Bikubisch). Ob das einen sichtbaren Effekt hat, kann ich nicht sagen. Aber es fühlt sich richtig an

btwf: Die größere Festplatte und Rechenkapazität ist echt eine Entspannung. Nun kann ich auch ernsthaft über eine neue Kamera nachdenken ...
Arno