Autor Thema: 'branch eclectors' - eine mir neue Sammelmethode für Bäume...  (Gelesen 4136 mal)

pfeiffer

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Schau mal unten das Bild mit dem "36" an. Dem Text zufolge dürfte das ein "branch eclector" sein. Man musste mal Simon 1995 her holen:

http://www.cacaospiders.com/Research%20background.html

Martin Lemke

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Es gibt noch einen Haufen mehr an Fallentechniken; z. B. Stechrahmen. Asteklektoren gehören auch dazu. Die Dominanz der Verwendung von Bodenfallen führt zu einer allgemeinen Befundverzerrung.

Für Exkursionen, wie wir sie durchführen, sind aber nur Stichprobenmethoden mit sofortigem Befund sinnvoll. Kjetil Aakra hatte auf unserert Norwegen-Exkursion Bodenfallen für einen Tag ausgebracht. Gefangen wurde damit nichts.

Martin

Beispiel Stammeklektor:
http://www.ecotech-bonn.de/de/produkte/oekologie/baumstammeklektor.html
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Jonas Wolff

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Ich versteh' nicht so ganz, inwiefern das eine gute Fangmethode für rindenbewohnende Arten ist. Immerhin müssen die ja auch erst mal in den Trichter fallen, von allen laufen die ja nicht darein. Und vom Substrat fallen sie erst ab durch Erschütterung oder anderweitige Störung.

Tobias

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Teilweise gibt eine tägliche, tageszeitabhängige Wanderung von Spinnenarten an Baumstämmen. Martin Kreuels hatte davon berichtet. Theo Blick konnte mit solchen Fallen auch sehr seltene Arten nachweisen, z.B. Araneus saevus.

Tobias


Martin Lemke

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Ich versteh' nicht so ganz, inwiefern das eine gute Fangmethode für rindenbewohnende Arten ist.

Im Innern des Eklektors gibt es eine Barriere, die die Tiere umlaufen müssen. Dieser vermeintliche Umweg führt aber ins Sammelgefäß.

Es werden laufaktive Tiere gefangen und damit -- äquivalent zu Bodenfallen -- Daten zu Laufaktivitäten auf Ästen bzw. je nach Art der Falle auch am Stamm gewonnen.

Bei Stichproben im Rahmen von Exkursionen kann man nur den Stamm von Hand absuchen. Da findet man nachts übrigens anderes als am Tag.

Martin
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Jonas Wolff

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Ach so, dann ist der Aufbau komplizierter als ich dachte.

Viele Rindenbewohner sind ja oftmals schwer zu entdecken. Ich hatte spontan die Idee einen flexiblen Streifkescher oder Klopfschirm gegen Stamm/Ast zu drücken und den Stamm/Ast dann mit einem Handfeger abzufegen. Hat sowas schon mal jemand versucht?

Thomas Rickfelder

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Baumstammeklektoren sind vor allem in überschwemmten Auwäldern sehr fänging, da bei Hochwasser alles, was nicht fliegt, den Stamm raufkraxelt.

Thomas

Martin Lemke

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Ich hatte spontan die Idee einen flexiblen Streifkescher oder Klopfschirm gegen Stamm/Ast zu drücken und den Stamm/Ast dann mit einem Handfeger abzufegen. Hat sowas schon mal jemand versucht?

Es gibt dafür extra Gerät, das an einer Seite flexibel ist, so dass es sich an den Stamm anpasst. In meinen Augen braucht man so spezielles nicht. Früher habe ich einfach den Klopfschirm an den Stamm gehalten und dann lose Rinde (meist an stehendem Totholz) darüber abgepuhlt. Jetzt, da ich die Gesiebekiste habe, halte ich die Kunststoffkiste drunter (zwischen Bauch und Stamm geklemmt) und klopfe Borkestücke an dessen Rand aus. Mit dem Exhaustor kann man da unter anderem sehr kleine Tiere aufnehmen.

Da bei Hochwasser alles was nicht fliegt den Stamm raufkraxelt.

Wie hinterhältig! ;-)

Aber strategisch eine gute Idee!

Martin
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